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Gesundheit - was ist das?

Was bedeutet Gesundheit?

Die bekannteste Definition von Gesundheit wurde durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschrieben:
„Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“ („Health is a state of complete physical, mental and social wellbeing and not merely the absence of disease or infirmity.”)

Da stellt sich die Frage, ob diese idealisierte Darstellung von Gesundheit jemals von einem Menschen erreicht werden kann. Es wird wohl schwer sein diesen „vollkommen Zustand des körperlichen und seelischen Wohlbefindens“ zu erhalten, zumindest über einen längeren Zeitraum.

Deshalb einige weitere Definitionen, die man bei Wikipedia findet (DIREKT)
Nach dem Philosophen Friedrich Nietzsche:
„Gesundheit ist dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen.“
Nach dem Soziologen Talcott Parsons:
„Gesundheit ist ein Zustand optimaler Leistungsfähigkeit eines Individuums, für die wirksame Erfüllung der Rollen und Aufgaben für die es sozialisiert (Sozialisation = Einordnungsprozess in die Gesellschaft, Normen- und Werteübernahme) worden ist.“
Nach Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie 1997:
„Gesundheit wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den „Zustand der Abwesenheit von Krankheit“ hinaus.“
Nach Monika Krohwinkel, 1992:
„Krankheit und Gesundheit sind ‚dynamische Prozesse‘, die für die Pflege als Fähigkeiten und Defizite erkennbar sind. (Krohwinkel identifiziert Wohlbefinden und Unabhängigkeit als subjektiv empfundene Teile der Gesundheit.)“?
Eine pflegerische Definition von Gesundheit (Reinhard Lay, 1997/2004):
„Gesundheit bedeutet eine zufriedenstellende Entfaltung von Selbstständigkeit und Wohlbefinden in den Aktivitäten des Lebens.“
Aus der sozialwissenschaftlichen Forschung:
Klaus Hurrelmann (2010) definiert Gesundheit als: „Zustand des objektiven und subjektiven Befindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich in den physischen, psychischen und sozialen Bereichen ihrer Entwicklung im Einklang mit den eigenen Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet.“
In seinem Verständnis, das die Brücke zu den interdisziplinär orientierten Gesundheitswissenschaften schlägt, ist Gesundheit ein angenehmes und durchaus nicht selbstverständliches Gleichgewichtsstadium von Risiko- und Schutzfaktoren, das zu jedem lebensgeschichtlichen Zeitpunkt immer erneut in Frage gestellt ist.
Gelingt das Gleichgewicht, dann kann dem Leben Sinn und Freude abgewonnen werden, es ist eine produktive Entfaltung der eigenen Kompetenzen und Leistungspotentiale möglich, und es steigt die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu integrieren und zu engagieren. (Hurrelmann 1999, 2010)
Aus der Entwicklungspsychologie:
Der Begriff von Gesundheit bleibt nach I. Seiffge-Krenke (in Rolf Oerter/Leo Montada; S. 836) bei Kindern und Jugendlichen abstrakt. Sie begreifen den Zustand eher in negativer Abgrenzung von Krankheit. Psychische Bestandteile der Gesundheit („keine Sorgen haben“) sind aber im Jugendalter bereits wichtige Bestandteile des Begriffes. Doch auch im Erwachsenenalter bleibt Gesundheit schwerer zu erläutern als die Krankheit.

Aus dem Webportal "Portal Gesund" (DIREKT)
Nahezu alle unsere Lebensumstände wirken direkt oder indirekt auf unsere Gesundheit ein: Luft-, Boden und Wasserqualität, Ernährung, Bewegung, Schlaf, Ruhe, Entspannung, Stress, Selbstbezug, soziale Kontakte, Liebe, Sexualität, Arbeit, Sicherheit, Anerkennung, Lebensziele und Hobbys. Dieses sind wesentliche aber bei weitem nicht alle Aspekte, die unsere Gesundheit im positiven Sinne fördern und im negativen beeinträchtigen.

Das Zusammenspiel: körperlich, geistig, sozial
Einzeln betrachtet kann ein Mensch beispielsweise durchaus körperlich voll funktionsfähig sein, aber psychische Probleme haben oder sozial isoliert leben. Wie stark diese drei Aspekte der Gesundheit jedoch zusammenwirken, spüren wir an uns oder unseren Mitmenschen sehr schnell. Unser Körper reagiert auf Stress, auf Ängste auf Konflikte, unsere geistige Frische lässt nach, sobald wir körperlich erkranken, unsere sozialen Kontakte können ebenfalls darunter leiden.

Alle vorgestelltene Erklärungen für den Zustand der Gesundheit, hat Thomas von Aquin in einem einzigen Satz usammengefasst:
"Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung, und sie gedeiht mit der Freude am Leben.“
Thomas von Aquin (1225-74), ital. Theologe

Nach der Definition der WHO könnte ein Mensch mit einer Behinderung niemals das Gefühl haben, gesund zu sein. Auch persönliche und berufliche Probleme würden mit dem Begriff der Gesundheit nicht zu vereinbaren sein.
Wie Thomas von Aquin treffend ausdrückte, kommt es also auf die Einstellung zum Leben an. Diese bestimmt dann auch darüber, wie wir unser Gesundheit erhalten und pflegen wollen. Wenn wir Freude am Leben haben, benötigen wir keine "Seelentröster" wie Drogen, Alkohol, Süßigkeiten, Unmäßigkeit beim Essen oder das Rauchen.

 

Eine kleine Geschichte, die ich einmal geschrieben habe.

Hilfe ich bin gesund
Ehrlich, ich habe nie etwas gespürt.
Meine Gelenke taten nie weh, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal eine Erkältung hatte. Essen konnte ich, was wollte, mein Magen schien auch Nägel problemlos zu vertragen. Über meine Ernährung habe mir nie Gedanken gemacht. Kopfschmerzen kannte ich nur nach einer ausgiebigen Feier mit entsprechendem Alkoholkonsum. Gut, ich bin Raucher, aber bislang habe ich keine Durchblutungsstörungen oder Hustenanfälle.
Mit einem Wort, ich fühlte mich pudelwohl und rundherum gesund.

Dann war da dieser denkwürdige Tag, an dem ich erfuhr, dass ein alter Freund an Krebs verstorben ist. Er war bis dahin kerngesund, hatte nie etwas gehabt und Ärzte nur vom Praxisschild gekannt.
„Das ist oft so“, sagte eine Freundin, die sich in Gesundheitsdingen auskennt: „Ich kenne da viele Beispiele. Das Abwehrsystem arbeitet nicht, deshalb sind diese Menschen auch nie krank.“

Ich bin ja auch nie krank! Habe ich auch ein lahmes Abwehrsystem? Vielleicht habe ich auch Krebs?
Wie Torpedos schossen mir diese Gedanken durch den Kopf und fraßen sich in mein Gehirn.
Mein Herz raste, mein Blutdruck stieg, im Magen fühlte ich plötzlich einen Klumpen wachsen.
Lebe ich wirklich gesund? Sollte ich vegetarisch leben? Die Zigaretten lassen? Nur noch Wasser trinken?

Ich muss sofort zum Arzt!
„Nun ja, Ihr Blutdruck ist etwas hoch, Ihre Pulsfrequenz gefällt mir auch nicht!“, sagte der Arzt nach einer kurzen Untersuchung.
„Wir machen mal ein EKG und lassen die Blutwerte überprüfen.“
Eine Woche später – Arzttermin.
„Also, die Blutfette sind etwas hoch, die Leberwerte an der Grenze, das Herz ist noch in Ordnung.“ „Ich verordne Ihnen mal ein Blutdruckmittel, aber eigentlich sind Sie gesund!“
Ich will aber nicht gesund sein! Ich will nicht an Krebs sterben! Stümper, er hat bestimmt etwas übersehen, hat sich auch nicht genügend Zeit genommen. Was ist mit meinem Magen? Habe ich vielleicht Magenkrebs?

Ich muss sofort zum Arzt!
„Immer mit der Ruhe, wir machen vorsichtshalber eine Magenspiegelung.“
Nach der Spiegelung.
„Ich habe nichts Besorgniserregendes festgestellt. Die Magenschleimhaut ist etwas entzündet. Ich verordne Ihnen einen Säureblocker!“
War das alles?
Was ist mit meinem Rücken? Der tut ab und zu weh? Hatte ich das früher schon? Prostatakrebs soll ja in der Wirbelsäule Metastasen bilden. Auch Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht Schmerzen in der unteren Brustwirbelsäule.

Ich muss sofort zu Arzt.
„Ihre Prostata ist altersgemäß leicht vergrößert, Ihr Krebswert (PSA) liegt an der Grenze. Nicht weiter tragisch. Ich verordne Ihnen zur Sicherheit ein Präparat aus Kürbissamen.“
Was ist aber mit meiner Heiserkeit? Auch huste ich jetzt öfter, morgens muss ich auch Schleim ausspucken. Manchmal habe ich das Gefühl, keine Luft zu kriegen.
Ich werde doch keinen Kehlkopfkrebs oder gar Lungenkrebs haben?

Ich muss sofort zu Arzt.
„Wir messen mal Ihre Lungenkapazität und sicherheitshalber röntgen wir mal Ihre Lunge, da Sie ja Raucher sind.“
„Alles in Ordnung, ich denke Sie haben nur eine Bronchitis. Ich verordne Ihnen ein Antibiotikum, dann wird es schon besser werden.“

Jetzt bin ich beruhigt. Ich muss täglich vier Medikamente einnehmen. Mein Abwehrsystem arbeitet. Ich fühle mich krank und meine Leistung hat rapide abgenommen. Ich rauche nicht mehr, lebe vegetarisch, trinke täglich Unmengen stilles Wasser und lese immer die Apothekenrundschau. Man kann ja nie wissen.
Gut ich fühle mich nicht mehr so gesund wie früher, aber ich habe keinen Krebs.

Vor einer Woche ist ein alter Schulfreund gestorben. Er hatte Krebs. Kein Wunder sagte mir ein Bekannter. Er war ja ständig krank. Hat seit Jahren eine Unmenge an Medikamenten eingenommen. Der Arzt meinte sein Abwehrsystem sei zu schwach gewesen. Die Nebenwirkungen der Medikamente haben wohl ihr Übriges dazu beigetragen.

Nach diesem Gespräch habe ich alle Medikamente weggeworfen.
Jetzt geht es mir wieder gut. Ich fühle mich wohl und gesund. Lebe wieder wie früher.
Etwas Gutes hatte diese Zeit der „Krankheit“ trotzdem. Ich rauche nicht mehr.
Soweit diese erdachte Geschichte, die, wenn Sie einmal darüber nachdenken, durchaus einen Bezug zur Wirklichkeit hat.

 
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